Vor fünf Jahren hatten zwei begeisterte Hobbyköche die Idee, im Schützenhof Kurse anzubieten, die Kochen und Unterhaltung in einem Konzept vereinen: Die Kochakademie war geboren. Zum fünfjährigen Beste­hen wurde nun zum Kochduell gela­den. Team Rodenbach um Bürgermeister Klaus Schejna gegen Team Sparkasse mlt nem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden dnr Sparkasse Hanau, Dr. Ingo Wiedemei­er, hießen die Kontrahenten. Beide hatten Vi~rstärkung mitgebracht, immerhin galt es, mit einem Hauptgericht und einem Des­sert die fachkundige Jury um Monika und D ieter Sattler sowie Reinhard Strutt zu ülberzeugen. Monika Sattler, die selbst schon zwei Kochbücher geschrieben hat, war es auch, die den Gründern der Koch­almdemie, Richard Uhl und Matthias Hackerschmidt, vor allem am Anfang un­te!r die Arme gegriffen hatte.

Denn obwohl d:ie Beiden wussten, wie man ein durchaus amständiges Gericht auf den Teller zu zau­b,ern vermag, für einen Kochkurs reichte ihr Wissen nicht aus. „Monika Sattler hat i1i~ den ersten beiden Jahren die Kurse ge­g,eben, nachdem wir etwas bekannter wur­dien, sind weitere hinzugekommen“, be­schreibt Uhl die Anfangszeit. Nun geben auch Meisterkäche wie Gregor Engels, der im Team Rodenbach mitkoch­te, inKursen ihr Wissen weiter. ,,90 Prozent d,er Gäste kommt es neben der Unterhal­tung vor allem auf kleine Tipps und Tricks an, die das alltägliche Kochen verei,n[a­clhen“, ist sich Uhl sicher. Doch nicht nur das Kochen an sich ist ein E[auptaspekt der Kurse. Viele Firmenkun­den nutzen einen Abend in der Kochakade­mie als Teambuildingmaßnahme_ Auch ein Kinderkochkurs der Gemeinde in den Herbstferien (der HA berichtete) ist Be­standteil des Angebots_ „Der Schützenhof ißt ein Treffpunkt für Jung und Alt gewor­d.en“, lobte Bürgermeister Schejna die Blochakademie. Alls einen Höheplillkt in fünf Jahren Koch­a~ademie sieht Uhl die Einführung von Grillkursen, die zwischen April und Sep­tlember stattfmden. Den großen Zuspruch erklärt sich der Mitgründer damit, dass dias optimale Grillen eines teuren Stücks F’leisch nicht immer einfach ist. Ein Grill­kurs könne da die notwendigen Hilfestel­llUngen geben. Gegrillt wurde beim Kochduell nicht, den­noch war der ein oder andere Teilnehmer froh darüber, wenn die restlichen Team­mitglieder helfend zur Seite sprangen_ „,Ich bin immer wieder überrascht und be­g:eistert von Leuten, denen es gelingt, aus verschiedenen Zutaten ein Essen zu zau­bern“, umschrieb beispielsweise Wiede­~neier seine eher dürftigen Kochkünste. Sein Team Sparkasse kochte ein Hirsch­steak in Kirschsoße mit selbstgemachten Spätzle und Rahmwirsing.

Zum Dessert gab es ein Beerenparfait mit Waffeln. Das gegen. Zum Nachtisch bereiteten sie einen Team Rodenbach stellte Lammlaxe mit Lebkuchenstrudel mit Altbiereis zu. Die breiten Bohnen und Tomatenpolenta ent-Gerichte spiegelten die Ambitionen der beiden Teams wider, denn obwohl der Spaß im Vordergrund stand, gewinnen wollten beide. In den eineinhalb Stunden Kochzeit reich­te das Team der Kochakademie immer wie­der kleine Probierhäppchen, sodass die Gäste nicht mit knurrendem Magen den Protagonisten beim Kochen zuschauen mussten. Bei Kürbissuppe, Frankfurter Soße und Creme Brulee führte zudem der Michelbacher Winzer Bernd Höfler eine Weinprobe durch. Anstatt Geld für das Es­sen zu verlangen, ließen sich die Veranstal­ter etwas Besonderes einfallen: Während des Kochduells konnten die Gäste an die Initiative Bürger für Rodenbach“ spenden, die ehrenamtlich Personen zu Behörden­gängen oder Arztbesuchen fahren. Die Ini­tiative plant den Kauf eines eigenen Autos. Nach drei Stunden wurde dann der Sieger des ersten Kochduells verkündet. Das Team Rodenbach nutzte seinen Vorteil durch Meisterkoch Engels gnadenlos aus und siegte klar gegen das Team Sparkasse. Die Jury lobte Hauptgericht und Dessert überschwänglich, Wiedemeier brachte es schlussendlich auf den Punkt: „Es ist wie im DFB-Pokal: Der Amateur gegen den Profi,