MAIN-KINZIG-KREIS. Drei Teams, zwölf Köche, knapp 50 Juroren: Am Montagabend ging es in der Biemühle in Weichersbach nicht nur um die Wurst, sondern vor allem um Spargel und Rind sowie Erdbeeren und Rhabarber. Denn das waren die Vorgaben für die Zutaten, die die Teams für Hauptgang und Dessert bekommen hatten. Ansonsten waren sie in der Interpretation frei.
Natürlich waren die• Produkte alle aus der Region, das Rindfleisch zum Beispiel von „Der Ludwig“ in Schlüchtern. Wie gut die gezauberten Gerichte waren, bewerteten am Ende alle Gäste, indem sie von 0 bis 10 Punkte pro Gang und Team vergaben.IMG_4017
Was jedes Quartett genau kochte, war bis zum Schluss geheim. Selbst manch ein Teilnehmer wusste nicht genau, was er da eigentlich tut. „Ich koche hier nur nach Anweisung, keine Ahnung, was da am Ende als Gesamtkunstwerk herauskommt“, gab Sinntals Bürgermeister Carsten Ullrich zu. Er erwies sich für die Landfrauen dennoch als wertvolle Hilfe, da er nicht nur eifrig schnippelte und briet, sondern auch technische Tücken mit dem ungewohnten Induktionsherd löste.
Die Besucher erfuhren indes einige Küchenweisheiten. „Es gehört immer Wein zum Kochen. Zum einen in den Topf, zum anderen in den Koch“, führte Matthias Hackerschmied aus, der den Abend humorvoll moderierte.
Nach etwas mehr als den angedachten 90 Minuten gab es dann die Gerichte nacheinander für die bereits hungrigen Gäste zu verkosten. In der Zwischenzeit durften sie den Köchen über die Schultern schauen, zudem bot die unfassbar schöne und überbordend dekorierte Kulisse in der Biemühle jede Menge zu entdecken. Fast jeder, der die Mühle betrat, hatte den Mund staunend offenstehen.IMG_4010
Mit Applaus wurden die Gerichte der Teams „Politik und Landfrauen“, „Wirtschaft und Tourismus“ sowie „Mit Oma am Herd“ am Tisch begrüßt, ehe sie kritisch, aber genussvoll verkostet wurden. „Eine Prise mehr Salz hätte es sein dürfen.“ – „Die Vorgaben sind gut umgesetzt worden.“ – „Die Soße hätte ein wenig besser verteilt sein können“. Viel wurde diskutiert, ehe die Punkte vergeben wurden. Nach der Auszählung stand fest, dass Carsten Ullrich und die Landfrauen mit ihren bei den Gerichten am meisten überzeugt hatten. Doch die Zweit- und Drittplatzierten durften sich ebenfalls über viele, viele Punkte freuen.

Die Kochakademie Schützenhof war für die Gesamtorganisation und für die Küchentechnik verantwortlich. Dazu gehörter der Einkauf aller regionalen Speisen und Getränke.

Text: Gelnhäuser Tagblatt

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